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28. September 2011 / RBrosowski

Kostenloses WLAN?

Die Stadt Baden wird Zurzach in Zukunft wohl durch ein eigens, grosses Thermalbad Kunden abjagen. Sie bietet aber auch sonst schon interessante Ideen, die es sich anzuschauen lohnt.

Badener Bahnhofstrasse im Juli 2011

Die Badener Bahnhofstrasse - hier gibt es kostenloses WLAN

Als ich nach Baden pendelte, um dort in den Bus rüber nach Nussbaumen zu steigen, ist mir ein WLAN aufgefallen, das kostenlos angeboten wurde. Das sogenannte Baden.WLAN erstreckt sich über grosse Bereiche der Innenstadt und kann von den Menschen vor Ort kostenlos genutzt werden. Es fallen keine Abogebühren oder versteckte Kosten an, es ist schlicht offen.

Sehe ich mir nun die Parks in Zurzach an, dann frage ich mich, ob so etwas nicht eine Idee wäre. Unendlich teuer ist das nicht. Entsprechende Basisstationen sind vergleichsweise günstig. Ein via google gefundenes Angebot liegt bei rund 130 CHF pro Station. Dazu kommen noch Standortkosten und der Backbonezugang, den man dann beispielsweise via ADSL oder Fernsehkabel realisieren müsste. Rechne ich es hoch, sollte eine Erstinstallation eines Netzes sicherlich für unter 10.000 CHF zu machen sein, der Betrieb würde effektiv wohl einige Tausend Franken kosten.

Das klingt viel, aber der Nutzen ist nicht zu verachten. Einmal ist es sicherlich die Marketingwirkung. WLAN Internet ist ein aktuelles Thema und die Vernetzung wird sicherlich zunehmen. Auch ist es eine einfache Möglichkeit, Kunden dazu zu animieren, in Zurzach zu bleiben. Damit ist es ein banaler Werbeträger. Jeder Kunde, der sich neu ins Netz einwählt, bekommt eine Willkommensseite zu sehen. Dort kann dann beispielsweise auf Aktionen die Geschäfte im Flecken hingewiesen werden und eine passende Karte gleich mitgeliefert werden. Das lokale WLAN-Netz weiss schliesslich, wo sich der Kunde in etwa aufhält.

Daneben ist es auch ein Standortfaktor. Während Sunrise und Orange Zurzach seit Jahren mit schnellem, mobilen Internet (UMTS, HSDPA) versorgen, hat der grösste Schweizer Netzanbieter, die Swisscom, bis heute in Zurzach kein schnelles mobiles Internet aufgebaut – wer will, kann auf die Netzabdeckungskarte schauen und nachsehen.

Die Kosten für ein solches Netz, die ich oben geschätzt habe, erscheinen hoch. Sehe ich jedoch, dass gemäss Zurzipost vom August 2011 der Bahnübergang am See, der eine simple Schranke darstellt, mit 150.000 bis 200.000 CHF liegen soll, dann ist es geradezu billig.

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