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2. Februar 2012 / RBrosowski

Eine Idee für Zurzach: Dänemark spielen

Wie macht kann eine Person sich bin in kurzer Zeit beliebt und gleichzeitig verhasst machen? Eine Idee wäre doch, sich darüber zu beschweren, dass ein Geschenk nicht gut genug ist. Genau das hat nun eine Dänische Studentin gemacht. Der Dänische Staat fördert jeden Studenten des Landes mit bis zu 731 Euro im Monat. Gratis ohne Rückzahlung.

Was das mit Zurzach zu tun hat? Nun, ich denke das ist eigentlich eine gratis Idee für Zurzach.

denmark.sk

Die Homepage Dänemarks (Quelle: denmark.dk)

In Zurzach kommt immer wieder die Meinung hoch, die Bevölkerung, insbesondere die der Innenstadt wäre nicht steuerertragreich genug. Zu dem Vorwurf kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Nur ich frage mich, ob die Lösung Dänemarks nicht eine Möglichkeit wäre, dies langfristig zu ändern.

Das Problem Zurzachs ist, dass es ausblutet. Ich habe schon vorab beschrieben, wie teuer dies wirklich für Zurzach ist. Dieser Exodus geht sicherlich weiter und wenn ich mich umsehe, verstehe ich auch warum. Gerade bei den Studenten, die dann, wenn sie nach langer Zeit ins Berufsleben eintreten, sich zu den gern gesehenen guten Steuerzahlern entwickeln, ist es recht eindeutig. Die Universitäten stehen in den Städten und dort zieht es die Studenten hin. Und oftmals bleiben sie dann auch in der Nähe dieser Städte, wenn es in das Berufsleben geht.

Welche Vorzüge das Leben auf dem Land bringen könnte, ist diesen gar nicht bewusst – und wird ihnen auch nicht gesagt.

Selbst habe ich seinerzeit ebenfalls studiert und dabei in einem kleinen Dorf ausserhalb gewohnt. So bin ich dann jeden Tag 40 Kilometer zu Uni gependelt. Das gab in den Jahren eine Stange an Kilometern auf das Auto und war recht teuer – denn der Wagen fährt nicht vom gutem Willen, sondern vom Diesel. Dass das kulturelle Angebot in meinem Heimatdorf dann sehr bescheiden war – und nicht jugendlich geprägt – kam dann dazu.

Ähnlich sieht es in Zurzach aus. Die nächsten Hochschulen sind nicht in der Nähe – sondern eine ganze Stange Kilometer entfernt. Doch wie schafft man es nun, diese jungen Leute nach Zurzach zu bringen – um sie vielleicht auch dazu zu bringen, hier dann später zu bleiben?

Und jetzt denke ich, dass die Dänemark-Idee gar nicht schlecht wäre. Wieso bezahlt Zurzach nicht die Studenten dafür, hier zu wohnen? Die dänische Lösung, wo fast das ganze Leben vom Staat bezahlt wird, ist vielleicht etwas hart – aber wie wäre es mit günstigem Wohnraum, speziell für Studenten? Als Gegenleistung könnte Zurzach erwarten, dass diese beispielsweise im Studium „voran“ machen und nicht schlafen. Durch bestandene Prüfungen wäre das recht einfach zu überwachen.

Gleichzeitig denke ich, dass Zurzach einiges zu bieten hätte. Lernen im Sommer im Thermalpark (mit WLAN)? Ausflüge mit der SBB? Oder das Bad selber?

Die diversen Geschäfte vor Ort könnten durchaus ebenfalls interessant sein. Vieles passendes gibt es ja. Von der Buchhandlung (dicke Wälzer sind wichtig – davon habe ich hier einige rumstehen), über ein lange geöffnetes Geschäft (Tankstelle) bis hin zu den Grossverteilern.

Die Schwierigkeit ist eben, den Leuten diese eine Stunde Fahrt schmackhaft zu machen. Aber wenn man ihnen einen Parkplatz für das Auto und eine einfache Wohnung geben würde, vielleicht kommen dann ein paar Interessierte. Die Wohnungsmiete für solche Studentenwohnungen in Zürich und anderen Städten ist hoch. Da kann Zurzach gratis punkten.

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