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4. Februar 2012 / RBrosowski

Wenn Headhunter anrufen

Arbeitskräfte, die sich mit SAP beschäftigen, erhalten in letzter Zeit immer wieder Anrufe von sogenannten Headhuntern. Also Stellenvermittlern, die auf Kandidatensuche sind. Das SAP Business zieht in letzter Zeit wieder an.

So kommen bei mir pro Woche im Schnitt ein oder zwei Anfragen rein. Meist via Xing und anderen Plattformen. Die Sprüche sind immer wieder die gleichen. Arbeiten für ein internationales Topunternehmen. Gute Saläre, viele Freiheiten, super Verträge. Es ist wie im Kaufhaus. Ich reagiere – wie viele andere – meist nicht darauf und warte, bis was wirklich spannendes kommt.

Manche der Headhunter versuchen dann, direkt anzurufen. Das nennt sich Coldcalls. So ist auch mir letzte Woche so einer eingegangen und ein A.T. hat angerufen. Ich habe ihn mit ein paar Sätzen abgeblockt und ihn an eine Mailadresse weitergeleitet, die ich für solche „Fälle“ angelegt habe. Das Angebot war das übliche. Topunternehmen, Topmöglichkeit etc. Da ich derzeit keine höchste Priorität habe, mir einen neuen Job zu suchen, habe ich es beiseite gelegt.

Gestern am Freitag rief dann der A.T. dann wieder an. Warum ich auf die Mail nicht geantwortet habe. Ich antwortete ehrlich, dass ich einfach noch keine Zeit hatte. Daneben stand ich gerade auf einem Bahnsteig – was als Mitarbeiter eines Eisenbahnunternehmens jetzt kein ungewöhnlicher Standort ist. Dort spreche ich sicherlich nicht über Jobangebote. Also bat ich darum, dass ich ihn anrufen könne.

Jetzt kam der Brüller: nein, das würde ihm nicht gefallen. Dann würde sich keiner mehr melden, der sowas sagt. Ich solle doch direkt absagen.

Da ich mich grundsätzlich nicht von solchen „Coldcall-Nasen“ unter Druck setzen lasse, habe ich natürlich sofort gesagt, ich hätte kein Interesse. Dann kam der Witz: der A.T. hat nicht richtig aufgelegt, sodass ich noch ein paar Sätze im Headset hörte, bevor ich dann mit dem Handschuh es geschafft habe, den Auflegen Button zu betätigen.

Sinngemäss sagte er, ich sei wieder so ein Typ, der kein Interesse hätte.

Nun, du grosse Agentur mit den Topjobs. Es ist so: wenn jemand eine gute Opportunity hat, wird er sie auch vermitteln können. Die Spielregeln sind aber einfach. Wenn man als Mitarbeiter den Markt halbwegs kennt und seinen „Plan B“, vielleicht den „Plan C“ parat hat, dann ist das letzte, worauf man sich einlässt, einen Coldcall-Headhunter der dann noch versucht, Druck zu machen. Ich hab diese Headhunterfirma mal auf meine Blacklist gesetzt.

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