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7. Mai 2012 / RBrosowski

IG Freiheit löst gemischte Gefühle aus

Die IG Freiheit hat ihren diesjährigen, rostigen Paragraphen ausgewählt. Getroffen hat es laut 20 Minuten die Züricher Stapo, die es einem Campingplatzpächter verbietet, Gummipuffer an einem Anlegesteg für Boote anzubringen, nachdem dort Boote beschädigt wurden. In meinen Augen eine treffende Wahl, schliesslich wird durch den Gummipuffer effektiv eine Gefährdung verhindert.

Doch die IG Freiheit löst bei mir gemischte Gefühle aus. 2010 griffen sie in meinen Augen das absolut falsche Thema auf. Zum rostigen Paragraphen wurde das Kindersitzgebot erklärt. Demnach dürfen auch in der Schweiz Kinder nur dann in einem Wagen mitgeführt werden, wenn ein entsprechend geeigneter Kindersitz verwendet wird.

Anstatt es löblich zu finden, dass Kinder zukünftig in der Schweiz bei einem Unfall im besten Fall nicht mehr durch den regulären Gurt schwer verletzt, sondern durch einen Kindersitz optimal geschützt werden, wurde das fadenscheinigste Argument überhaupt herangezogen: Das sei nicht gut, weil dann Fussballvereine ihrer E- und F-Jugend Kindersitze zur Ausrüstung tun müssen. Richtig gelesen: das Wohl von Fussballvereinen steht hier über dem Recht auf Unversehrtheit.

Sollte ich irgendwann einmal Kinder haben, wird das Wohl des Fussballvereins sicherlich geringer gewichtet werden, als eine mögliche Gefährdung meines Nachwuchses.

Wer nun denken mag, grosse Kinder brauchen sicherlich keinen Kindersitz mehr, dem empfehle ich einen Blick auf dieses Video.

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