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12. Januar 2014 / RBrosowski

Kriminacht – Kulturtage Bad Zurzach 2014

Lampen wiesen den Weg

Lampen wiesen den Weg

Am 11.01.2014 war es wieder soweit. Im „Tatort“ Propstei fand die alljährliche Kriminacht statt. Auch dieses mal kamen wieder Autoren und lasen aus aktuellen Büchern vor, gaben den interessierten Lesern bereitwillig Auskunft und standen zur Verfügung, um die Bücher signieren zu lassen.

Die Türen öffneten um 18 Uhr zum Apero, an dem sich die Zuhörer unterhalten, aber auch schon Wasser und Wein zur Seite legen konnten, um für die Lesungen gerüstet zu sein. Zwischen den Lesungen war es möglich, die vorgestellten Bücher auch bei Frau Hübscher zu kaufen.

Michèle Minelli

Michèle Minelli

Den Anfang der Lesungen machte Michèle Minelli. Die ehemalige Filmemacherin, die eigentlich aus dem Bereich der Reportagen stammt, stellte den Kriminalroman „Wassergrab“ vor, der in Zürich spielte. In den tiefen der Kanalisation wurde eine Leiche gefunden. Die Ermittler, die sich teils selbst im Weg stehen, sind auf der Suche nach dem- oder derjenigen, die das Verbrechen begangen hat. Wer wird das sein?

Minelli nutzte die Gelegenheit und zeigte den Zuhörern, wo die Probleme liegen, wenn jemand in die Kanäle Zürichs absteigen will. Wie kompliziert es ist, überhaupt so einen Einstieg herunter zu steigen, wie dreckig es ist, wo überall mit Raten zu rechnen ist und was die Stimmung dort ausmacht und wie es es bei der Recherche half.

Silvio Huonder

Silvio Huonder

Der nächste Autor war Silvio Huonder. Der Dozent an der Hochschule Biel, Pendler zwischen Berlin und der Schweiz verfasste einen Roman, der in der Vergangenheit spielt. In dem Buch „Die Dunkelheit in den Bergen“ geht es um einen Kriminalfall, der im späten Mittelalter an der Transitroute zwischen Deutschland und Italien in der Region um Chur spielt. Der Müller, seine Magd und ein weiterer sind ermordet worden. Der Verhörrichter Baron von Mont muss den grausamen Fall aufklären und steht vor einer schwierigen Aufgabe.

Die Besonderheit an diesem Roman ist, dass er auf einer wahren Tatsache beruht. Er stammt aus einer Zeit, in der angefangen wurde, die Kriminalfälle detailliert aufzuzeichnen und so eine Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Für Huonder war dies somit eine sehr gute, wenn auch sehr langwierig auszuwertende Quelle. Das Resultat ist ein sich lohnender Text in der Zeit, in der die heutige Kriminalaufklärung begann.

Gregor Weber

Gregor Weber

Der letzte im Bunde, war Gregor Weber. Der den Zurzachern wohl am ehsten als Kommissar Deininger bekannt, im Saarland ist er als „Stefan“ ein kleiner Nationalheld – und erwähnte diese Rolle am ganzen Abend nicht, denn er ist erheblich mehr geworden. Gregor Weber hatte von den anwesenden Autoren den kompliziertesten Lebenswandel. Von der Bundeswehr über das Jurastudium, über die Küche zum Tatort, nach Afghanistan an den Autorentisch und dann nach Zurzach.

Gelesen hat er aus dem Buch „Keine Vergebung“, das über den Mord an zwei Verkehrspolizisten berichtet und erzählt. Es zeigt ein wenig die Welt der Geheimdienste, die manchmal ihre eigenen Grenzen nicht kennen oder kennen wollen. Sein Hintergrund als Feldwebel half ihm, die Recherche für dieses Buch durchzuführen. So war es dann auch Huonder, der seinen Autorenkollegen als erster in der Fragerunde eine solche stellte.

Die Bühnendeko sagt alles

Die Bühnendeko sagt alles

Mit der Autogrammrunde nach der Lesung Webers endete dann die Kriminacht 2014 – die nächste wird sicherlich folgen.

Das Publikum konnte einen spannenden Abend verbringen, der wie immer bis spät in die Nacht ging. Dennoch war sie sicherlich wieder ein Erfolg und zeigte auf, dass es ausserhalb Zurzachs gefährlich hergeht – zumindest in der Fantasie der Autoren.

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